Wie Sie mit Illustrator eine perspektivische Gebrauchsanleitung erstellen

Sie möchten zweidimensionale Elemente räumlich erscheinen lassen? In Illustrator lassen sich dreidimensional wirkende Illustrationen einfach erstellen. Oft genug führt jedoch eine ungeplante Vorgehensweise zu Zeichnungen, die komplett krumm und schief aussehen. Dank Illustrators Perspektivenraster können Sie exakt und logisch in die dritte Dimension gehen. Wir zeigen Ihnen dies anhand einer kleinen Bedienungsanleitung für eine Pizza.

Damit Sie die Illustration möglichst effizient umsetzen können, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Beginnen Sie mit einer Skizze.

Wenn es sich um eine Infografik handelt, sind gegebenenfalls Details wichtig, die die Benutzer einstellen oder anderweitig berücksichtigen müssen, wie etwa Regler am Herd oder besondere Vorrichtungen zum Öffnen von Verpackungen. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Perspektive, dass alle wichtigen Handlungen dargestellt werden können.

Sind diese in der Gesamtillustration zu klein, können Sie auch eine Lupendarstellung einfügen. Darin müssen Sie dann auch nicht unbedingt dieselbe Perspektive verwenden [Abb. 1].

Abb. 1: Unsere fertige Illustration

 

Ausgangsgrafik erstellen

Konstruieren Sie die Einzelteile in der Aufsicht und proportional zusammenpassend. Sie können natürlich auch später noch Details hinzufügen, aber es ist einfacher, wenn gleich zu Beginn alles vorhanden ist. Verzichten Sie auf unwichtige Details, also alles, was nicht zur Handlung gehört und für das Verständnis der Anleitung unwichtig ist.

Im Perspektivenraster können Sie bestimmte Objekte – z.B. platzierte Bilder, interaktive Malgruppen oder Grafik – nicht verwenden. Andere werden nicht perspektivisch verzerrt – wie etwa Muster, Verläufe und Konturen (einfache sowie Pinsel). Die betreffenden Objekte müssen umgewandelt werden, damit sie sich wie gewünscht verhalten [Abb. 2].

Abb. 2: Ein Muster wird im Perspektivenraster nicht verzerrt.

 

Rasterbilder perspektivisch verzerren

Mit einem kleinen Umweg lassen sich platzierte Rasterbilder verzerren. Dazu müssen die Bilder eingebettet sein. Ziehen Sie dann ein Rechteck in den Proportionen des Bilds auf. Dieses Rechteck bewegen Sie im Perspektivenraster an die gewünschte Position. Anschließend aktivieren Sie das verzerrte Rechteck und das Bild und wenden den Befehl Objekt → Verzerrungshülle → Mit oberstem Objekt erstellen an.

Eine Alternative zum proportionalen Verzerren der Linien besteht darin, nach dem Erstellen der Perspektive variable Breitenprofile anzuwenden. Bei der Entscheidung darüber, welche Vorgehensweise Sie wählen, sollten Sie danach gehen, was sich am einfachsten bearbeiten lässt. Umgewandelte Konturen können innerhalb des Perspektivenrasters umständlich auszuwählen und zu bearbeiten sein [Abb. 3].

Abb. 3: Gerade bei fetten Konturen fällt es auf, wenn sie nicht perspektivisch verzerrt sind (oben rechts). Die umgewandelte Kontur (oben Mitte) wird verzerrt, ein nachträgliches Verändern der Konturstärke ist damit jedoch erschwert. Das nachträgliche Zuweisen eines variablen Breitenprofils ist bei gebogenen Pfaden nicht ganz einfach (oben links), bei Geraden jedoch weniger ein Problem (unten).

 

Es ist möglich, Zeichnungen aus geometrischen Grundformen direkt im Perspektivenraster anzulegen. Man könnte darin auch mithilfe des Transformieren-Bedienfelds exakte Werte eingeben. Ein großer Nachteil dieser Arbeitsweise besteht jedoch darin, dass Sie die Zeichnung nicht wieder unverzerrt aus dem Perspektivenraster herausbekommen. Darüber hinaus ist das Arbeiten in der Aufsicht in der Regel einfacher. Erstellen Sie daher die Elemente, die Sie für die Konstruktion benötigen [Abb. 4].

Abb. 4: Diese Grundelemente sind sinnvoll.

 
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Inhaltsverzeichnis

Arbeitsdateien

  • CA06-IL-01-pizza.zip

Beitragsinfo

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