Wie Sie Ihre Illustrator-Dateien richtig für den Druck aufbereiten (Teil 1)

Wenn Sie Ihre Daten zum Druck geben, müssen Sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Je nach Druckverfahren und Druckerei gibt es Abweichungen im Detail, z. B. den exakten einzuhaltenden Werten, aber die grundsätzlichen Herangehensweisen sind dieselben.

Parameter abklären

Bevor Sie die Datei erstellen, klären Sie die Spezifikationen ab. Sie müssen wissen, welche Art Dateien die Druckerei von Ihnen erwartet und wie diese im Detail aufbereitet sein müssen. Mit dem Kunden müssen ebenfalls Dinge geklärt sein, z. B. über den Einsatz von Sonderfarben.

    • Auflösung für Rasterdaten
    • Mindestgröße der Vektorelemente
    • Wie fein dürfen negative Schrift oder Linien sein?
    • Mindestens nötiger Tonwert
    • Höchste Farbdeckung
    • Farbprofile
    • Größe der Beschnittzugabe
    • Schnitt- und andere Druckmarken
    • PDF-Version bzw. welche Art Daten wird erwartet?

Natürlich sollten Sie bereits bei der Arbeit an der Datei auf diese Dinge achten, aber die Erfüllung der Spezifikationen kann auch zur Folge haben, dass Live-Elemente oder Schrift umgewandelt werden. Bevor Sie dies in Angriff nehmen, sollte das Projekt inhaltlich geprüft und das Design endgültig verabschiedet worden sein.

Grundsätzliches

Einige grundsätzliche Vorkehrungen sollten Sie von Beginn an für alle Reinzeichnungsdateien treffen, denn sie sind nachträglich nur zeitraubend zu korrigieren.

Dokumentfarbmodus

Wenn Sie ein Print-Dokument aufbauen, dann legen Sie es mit dem Profil »Druck« an. Sie sparen sich damit ein mühsames Neuanlegen bzw. Konvertieren der Standard-Farbfelder.

Eigene Vorlagen

Falls Sie für einen Kunden regelmäßig Reinzeichnungen anlegen, arbeiten Sie mit eigenen Vorlagen oder mit Dokumentprofilen, in denen Sie bereits die benötigten Farbfelder, Symbole oder Grafikstile definieren. So sparen Sie viel Zeit.

Arbeiten mit Ebenen

Setzen Sie in Ihrer Datei Ebenen ein, um den Inhalt zu strukturieren. Was sinnvoll ist, richtet sich nach Ihren Anforderungen. Es kann sinnvoll sein, alle Texte auf eine Ebene zu legen oder bei mehrsprachigen Dokumenten natürlich für jede Sprache eine eigene Ebene zu erstellen.

Falls mehrere Zeichenflächen im Dokument sind, können Sie für jede dieser Zeichenflächen eine eigene Hauptebene anlegen. Auch Abbildungen können auf einer eigenen Ebene untergebracht werden.

Diese Aufteilungen helfen Ihnen dabei, Elemente in Ihrem Dokument schneller zu finden, einfacher auszuwählen oder auszublenden, wenn der Bildaufbau zu lange dauert. Überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen, und definieren Sie Ihre Ebenenstruktur entsprechend.

Sicherungen

Speichern Sie Dateien regelmäßig, lassen Sie eine automatische Sicherung wie z. B. Mac OS Time Machine auf Ihrem System laufen, und speichern Sie auch regelmäßig Zwischenstände unter einem anderen Namen, zu denen Sie notfalls zurückkehren können.

Bevor Sie die Reinzeichnung fertigstellen und dabei gegebenenfalls Objekte umwandeln, erstellen Sie auf jeden Fall eine Sicherungskopie.

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Inhaltsverzeichnis

Arbeitsdateien

  • CA06-IL-05-rein.zip

Beitragsinfo

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