Sommerliche Porträts schnell in Photoshop umgesetzt

von Dirk Metzmacher

Sommerliche Porträts schnell in Photoshop umgesetzt

Sommerliche Porträts leben von einer weichen, fast schon magischen Farb- und Lichtstimmung, die sich leicht simulieren lässt. Dank einer gezielten Umsetzung sorgen Sie für mehr Wärme im Bild, um die Farben des Sommers noch zu verstärken. Dabei arbeiten Sie nichtdestruktiv, also jederzeit editierbar, ohne die Bildqualität zu beeinflussen.

Bild: In diesem kleinen Tutorial verleihen Sie einem eher kühl wirkenden Foto ein erfrischendes Sommergefühl.
Hier ist das Anfangsbild zum Üben.

1. Gehen Sie im Menü auf Ebene → Neue Einstellungsebene → Gradationskurven.

2. Über einen Klick auf RGB rufen Sie die einzelnen Kanäle auf, wobei Sie zunächst Rot anwählen. Ziehen Sie den unteren Greifpunkt zur rechten Seite hin. Ziehen Sie dann die Kurve von der Mitte her etwas nach oben. Damit sorgen Sie für einen leichten Bogen.

3. Wechseln Sie zum Kanal Grün. Erhöhen Sie da leicht den Kontrast. Formen Sie dazu eine fast angedeutete S-Kurve.

4. Im Kanal Blau ziehen Sie den unteren Anfasser etwas nach oben. Die eingestellte Kombination sorgt dafür, dass Schattenbereiche blaustichiger und die Lichter gelbstichiger werden.

Bild: Sie passen die Farben gezielt über die Gradationskurven-Funktion an - und zwar getrennt nach Kanal. So in etwa könnten die Kurven des Sommerlooks aussehen.

 

Wie fotografiere ich Fashion professionell?

Nützliche Tipps für das Organisieren gelungener Fashion-Shootings findest Du unter anderem auf dieser Seite.

Verlaufsumsetzung anlegen

5. Es folgt ein Klick im Menü auf Ebene → Neue Einstellungsebene → Verlaufsumsetzung. Erzeugen Sie einen Verlauf von #002255 (0, 34, 85) zu #ffaa33 (RGB 255, 170, 51).

6. Die Füllmethode dieser Ebene ändern Sie von Normal auf Hartes Licht ab und reduzieren die Deckkraft auf etwa »15%«.

7. Kopieren Sie die Ebene über Strg/Befehl+J.

8. Ändern Sie die Füllmethode der neuen Ebene auf Negativ multiplizieren und die Deckkraft auf etwa »30%« ein. Diese Werte variieren natürlich je nach Bildinhalt.

Bild: Farben wurden weiter beeinflusst

Farbbalance einsetzen

9. Nach Ebene → Neue Einstellungsebene → Farbbalance können Sie die Tiefen, Mitteltöne und Lichter der Farben gezielt regeln, um etwa in den Tiefen die Blautöne noch zu verstärken und in den Lichtern die Gelbtöne zu erhöhen.

Bild: Blautöne verstärkt

 

Licht dank gezielt gemalten Farben

Ein schöner Effekt ergibt sich, wenn Sie einen Farbton verwenden, um Licht in das Bild gezielt einzuzeichnen.

10. Erstellen Sie zunächst eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg/Befehl+N oder Ebene → Neu → Ebene.

11. Die Füllmethode stellen Sie von Normal auf Negativ multiplizieren um und malen dann mit dem Pinsel , einer sehr weichen und großen Pinselvorgabe und einem Gelbton das Licht von einer Seite ein.

Flecken simulieren

12. Soll das Foto etwas älter wirken, so erstellen Sie eine neue Ebene (Umschalt+Strg/Befehl+N) im Modus Negativ Multiplizieren, über .

13. Füllen diese mit weißer Farbe, etwa über Umschalt+F5. Falls die Ebene nicht gefüllt wird, prüfen Sie, ob nicht aus Versehen das Häkchen bei Transparente Bereiche schützen gesetzt ist.

14. Gehen Sie dann auf Filter → Rauschfilter → Rauschen hinzufügen. Im Dialog aktivieren Sie Monochromatisch und stellen die Stärke auf »250%«.

15. Es folgt der Filter → Filtergalerie. Aktivieren Sie daraus den Kunstfilter → Schwamm mit Pinselgröße »3«, Struktur »25« und Glättung »5«.

16. Es folgt D auf der Tastatur (damit setzen Sie die Farben auf Schwarz und Weiß) sowie der Zeichenfilter → Stempel mit Hell/Dunkel-Balance »40« sowie Glättung »9«.

Bild: Struktur vorbereitet

17. Wenden Sie Filter → Weichzeichnungsfilter → Gaußscher Weichzeichner mit einem Radius von »7 Pixeln« an.

18. Nach Ebene → Neue Einstellungsebene → Farbton/Sättigung aktivieren Sie das Häkchen bei Färben und stellen einen sommerlichen Gelbton ein. Damit sich diese nur auf die darunterliegende Ebene auswirkt, verwandeln Sie diese in eine Schnittmaske (Rechte Maustaste auf Ebene + Schnittmaske erstellen).

19.Über eine Ebenenmaske (Ebene → Ebenenmaske → Alle einblenden) bestimmen Sie die Verteilung der Schmutzpartikel. Diese sollten das Motiv, also das Paar, ein wenig umspielen.

Unschärfe einfügen

Die Farben wurden angepasst und angenehm warm und sommerlich umgesetzt. Für den besonderen Effekt wurden sogar etwas Schmutzpartikel in der Luft (oder auf dem Foto) erzeugt. Dazu passt perfekt als Ergänzung (und ganz optional) die Umsetzung einer partiellen Unschärfe.

20. Kopieren Sie das Ergebnis aller Ebenen über das Tastenkürzel Umschalt+Strg/Befehl+Alt+E auf eine neue Ebene, wie reduziert. Diese Ebene wird nun weichgezeichnet.

21. Gehen Sie auf Filter → Weichzeichnungsfilter → Gaußscher Weichzeichner und geben Sie einen Radius an, der das Bild leicht verschwimmen lässt.

22. Spendieren Sie der Ebene eine Maske, etwa über Ebene → Ebenenmaske → Alle einblenden. Ziehen Sie darin mit dem Verlaufswerkzeug einen Radialverlauf von weißer zu schwarzer Farbe auf. Ziel ist es, die Weichzeichnung zum Rand hin deutlicher werden zu lassen. Über die Ebenendeckkraft steuern Sie noch die generelle Stärke.

Bild: Die fertige Ebenenstruktur. In diesem Fall wurde das Motiv zu Beginn der Bearbeitung in ein Smartobjekt umgewandelt. Ganz oben befindet sich die weichgezeichnete Ebene, deren Wirkung über eine Ebenenmaske beschränkt wurde.

 

Bild: Ein freundliches und warm wirkendes Ergebnis

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