Adobe Photoshop »CC 2018« ist erschienen – diese neuen Funktionen bietet das Update

von Martin Vogler

Adobe Photoshop »CC 2018« ist erschienen – diese neuen Funktionen bietet das Update

Die neue Photoshop-Version CC vom Oktober 2017 kann ab sofort über die Creative-Cloud-App installiert werden. Nachdem sich Adobe bei den letzten Updates vor allem um die Verbesserung der Performance und der Stabilität gekümmert hat, darf man gespannt sein, ob auch wieder einmal komplett neue Funktionen und Möglichkeiten Einzug gehalten haben, welche die Kreation beflügeln. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

Der neue Splash-Screen von Photoshop CC 2018 stammt von Elizaveta Porodina und Janusz Jurek.

 

Ich gehe nachfolgend nur auf die meiner Meinung nach besten und wichtigsten Änderungen ein. Natürlich wurde laut Adobe auch wieder an der Performance gearbeitet und Bugs beseitigt. So soll Photoshop z. B. unter Windows schneller starten und ein überarbeiteter Algorithmus im Dialog Auswählen und Maskieren bessere Ergebnisse ermöglichen. Auf dieser Seite könnt Ihr Euch über alle offiziellen Änderungen informieren, auch die eher unscheinbaren.

Als Video ansehen

Ich habe auch eine Videoversion erstellt, die Ihr über Youtube ansehen könnt.

Video: Photoshop CC 2018 - die wichigsten Neuerungen

 

Standardmäßig wird die alte Version (Photoshop CC 2017) bei der Installation komplett entfernt. Wollt Ihr die alte Version dennoch behalten, müsst Ihr vor der Installation bei den Erweiterten Optionen das Häkchen bei Frühere Versionen entfernen wegklicken.

Letzte Chance: Sollen frühere Versionen nicht entfernt werden, dann muss man dies der Creative-Cloud-App über das Entfernen des Häkchens mitteilen.

 

Bessere Verwaltung von Pinselvorgaben

An viele nicht so benutzerfreundliche Dinge hat man sich im Lauf der Jahre einfach gewöhnt. Dazu gehörte auch das stets unübersichtliche Pinselvorgaben-Bedienfeld. Photoshop CC 2018 bietet nun eine »Erlebnis-Optimierung« bei der Verwaltung von Pinselvorgaben.

Zunächst gilt es aber, sich ein paar veränderte Beschriftungen einzuprägen:

  • Das Pinselvorgaben-Bedienfeld heißt nun Pinsel-Bedienfeld. Hier werden alle Pinselspitzen verwaltet. Es bietet dafür praktische neue Möglichkeiten.
  • Das Pinsel-Bedienfeld heißt dafür nun Pinseleinstellungen-Bedienfeld. In diesem passt man die Eigenschaften des aktuell gewählten Pinsels an.

Wer nach wie vor Werkzeugvorgaben für den Schnellzugriff über die Optionsleiste erstellen möchte, kann dies immer noch tun. Photoshop empfiehlt aber den konsequenten Umstieg auf Pinselvorgaben und blendet daher vor der Erstellung eine Empfehlung ein, die auf die erweiterten Möglichkeiten hinweist.

Photoshop empfiehlt das Erstellen einer Pinselvorgabe statt einer Werkzeugvorgabe.

 

Wer alle Werkzeugvorgaben in einem Schritt in Pinselvorgaben überführen möchte, klickt einfach auf das Zahnrad-Symbol und wählt den Eintrag Alle in Pinselvorgaben konvertieren.

Das Pinsel-Bedienfeld bietet neue und von vielen Anwendern auch herbeigesehnte Möglichkeiten für eine bessere Organisation von Pinselvorgaben. So kann man die Pinsel nun in Pinselgruppen organisieren.

Zwei Wege führen zur Gruppenorganisation. Genau wie beim Ebenen-Bedienfeld kann man unten im Bedienfeld eine Gruppe erstellen und die Pinsel dann in diese hineinziehen. Wählt man den Befehl Neue Pinselgruppe aus dem Bedienfeldmenü, werden alle markierten Pinsel auf einen Schlag in die Gruppe gelegt.

 

Es ist übrigens auch möglich, Gruppen innerhalb der Gruppen anzulegen. Endlich kann man sich also die Pinselspitzen thematisch organisieren – zum Beispiel nach Einsatzgebiet, Projekt oder Ersteller.

In Gruppen organisierte Pinselvorgaben

 

Die Pinselvorgaben können auch ganz komfortabel via Drag & Drop verschoben werden.

Verschieben via Drag & Drop. Die blaue Linie zeigt an, wo die Pinselspitze beim Loslassen landet.

 

Zudem kann auch die Vorschaugröße über einen Schieberegler angepasst werden.

Die Vorschaugröße wird über einen Schieberegler gesteuert.

 

Neu ist auch die Möglichkeit, die Pinselspitzen mit einer bestimmten Farbe und Füllmethode zu hinterlegen. Vor dem Speichern kann man entsprechende Optionen aktivieren. Besitzt eine Pinselvorgabe eine konkrete Farbe, wird diese neben der Pinselspitze im Bedienfeld angezeigt.

Pinselvorgaben können auch mit Farben versehen werden. Die Farbe wird dann auch im Pinsel-Bedienfeld angezeigt.

 

Strichglättung bei Pinselstrichen

Diese Neuerung soll das Ziehen von glatten Pinselstrichen vereinfachen. Wählt man das Pinsel-Werkzeug aus, steht ab sofort in der Optionsleiste der neue Regler Glättung zur Verfügung.

Bei einem Wert von »0« verhält sich der Pinsel wie bisher und reagiert auf kleinste Bewegungen. Je größer der Wert, desto »unsensibler« verhält sich der Pinsel. Bei einem Wert von »100« sind kleine Ecken und Kanten in den Strichen praktisch ausgeschlossen. Allerdings geschieht dies zulasten des Aktionsradius. In der Praxis gilt es also, sich an den optimalen Wert zwischen diesen beiden Extremen heranzutasten.

Shortcut für die Steuerung der Glättung

Der Glättung-Wert kann auch über die Tastatur eingestellt werden. Drückt dazu die Alt-Taste bzw. Options-Taste und zugleich eine Zahl. Alt + 7 stellt z. B. einen Wert von »70« ein.

Je höher der Wert bei Glättung, desto weniger kann der Pinselstrich durch ruckhafte Bewegungen erschüttert werden. Hier wurde bei allen drei Strichen in etwa dieselbe Bewegung ausgeführt.

 

Hat man einen Wert bei Glättung eingestellt, kann man weitere Einstellungen für das Verhalten des Pinselstrichs treffen. Diese erreicht man über das Zahnrad-Symbol in der Optionsleiste.

Glättungsoptionen einstellen

 
  • Der Schnur-Modus eignet sich vor allem für Malvorgänge, bei denen ein genaues Timing wichtig ist. Der Pinsel wird dazu an einer Art Schnur befestigt. Je größer der Wert bei Glättung, desto länger die Schnur. Der Pinsel kann nur bei gespannter Schnur bewegt werden. Ab wann die Schnur gespannt ist, wird durch einen Kreis angezeigt. Innerhalb des Kreises ist die Schnur lose und es passiert nichts. Bewegt man den Cursor über die Kreislinie hinaus, wird der Pinselstrich gezogen.

Beim Schnur-Modus läuft der Pinsel »wie am Schnürchen«.

 
  • Ist ein Wert bei Glättung eingestellt, dann bedeutet dies, dass der Pinselstrich der Mausbewegung immer hinterherhinkt. Je größer der Wert, desto langsamer kommt der Strich hinterher. Ist das Häkchen bei Bis Pinselstrich auffüllen gesetzt, dann wird der Pinselstrich aber auf jeden Fall zu Ende ausgeführt. Ist das Häkchen nicht gesetzt, dann stoppt der Pinselstrich, sobald die Mausbewegung stoppt.

Der Strich hinkt dem Cursor immer ein wenig hinterher. Man kann entscheiden, ob er beim Stoppen der Mausbewegung bis zum Cursor beendet wird (Bis Pinselstrich auffüllen ist aktiviert) oder abrupt stoppt.

 
  • Ist noch dazu die Option Bis Pinselstrichende auffüllen aktiviert, dann wird der Pinselstrich nach Loslassen der Maustaste bis zu dem Punkt fortgeführt, an dem die Maustaste losgelassen wurde.
  • Durch Aktivieren der Option Für Zoom anpassen kann man erreichen, dass sich die Auswirkung der Glättung-Einstellung auch an die jeweilige Zoomstufe anpasst. Bei einem Hinauszoomen wird die Glättung weiter verstärkt, bei einem Hineinzoomen abgeschwächt.

Eine weitere Verbesserung für das Malen soll laut Adobe sein, dass mit sehr großen Pinselspitzen nun etwas flüssiger gearbeitet werden kann, die Performance also verbessert wurde.

Neuer Rundungszeichenstift

Das aus Illustrator bekannte Kurvenzeichner-Werkzeug kann nun auch in Photoshop eingesetzt werden. Beim Rundungszeichenstift-Werkzeug handelt es sich quasi um eine einsteigerfreundliche Version des Zeichenstifts.

Das Werkzeug überfordert unerfahrene Anwender nicht mit Griffen und gewöhnungsbedürftigen Bedienweisen. Man setzt sich den Pfad einfach Ankerpunkt für Ankerpunkt zusammen. Dabei muss man sich nur Folgendes merken:

  • Mit einem einfachen Klick setzt man einen Kurvenpunkt und
  • mit einem Doppelklick setzt man einen Eckpunkt.

Ein Doppelklick auf einen Ankerpunkt wandelt einen Kurvenpunkt in einen Eckpunkt und umgekehrt.

Die Ankerpunkte besitzen wie gesagt beim Zeichnen mit dem Rundungszeichenstift-Werkzeug keine Grifflinien, wie man sie von den Bézierkurven kennt. Gleichwohl gibt es diese immer noch, sobald man die Ankerpunkte mit dem Direktauswahl-Werkzeug markiert.

In den Schritten 1- 7 werden mit einem Klick jeweils Kurvenpunkte gesetzt. In den Schritten 8 und 9 werden die linken Kurvenpunkte jeweils mit einem Doppelklick in einen Eckpunkt verwandelt. In Schritt 10 wird der Kurvenverlauf »klassisch« über die Grifflinien optimiert.

 

Pfad-Eigenschaften anpassen

Bleiben wir noch kurz bei Pfaden. Ab sofort kann man die Farbe und Stärke von Pfaden ändern. Dies kann bei komplexen Pfad-Konstruktionen dabei helfen, den Überblick zu behalten. Bei gewähltem Vektor-Werkzeug, das kann zum Beispiel auch ein Form-Werkzeug sein, steht diese Möglichkeit nach Klick auf das kleine Zahnrad-Symbol in der Optionsleiste bereit.

Anpassen des Pfad-Aussehens

 

Schnelles Teilen von Gestaltungen

Ab sofort ist es möglich, Gestaltungen direkt aus Photoshop zu teilen. Die Möglichkeiten und das Aussehen des »Social Hub« unterscheiden sich dabei je nach Betriebssystem. Auf diese Weise kann man zum Beispiel beim Versand von Entwürfen via E-Mail den einen oder anderen Schritt einsparen. Die Teilen-Funktionalität steht über Datei → Teilen zur Verfügung.

Teilen von Gestaltungen, hier aus Windows 10

 

Teilen-Funktion nicht verfügbar?

Möglicherweise wird die Teilen-Funktion nicht auf allen Rechnern angezeigt. Bei einer meiner Windows-10-Installationen ist dieses Problem zumindest aufgetreten – bei einer anderen dagegen nicht. Eventuell liegt dies an der Rechtevergabe des Systems, denn diese Funktionalität muss ja auf Systemdienste zurückgreifen. Eine genaue Ursache oder Lösung dieses Problems ist mir aber bis jetzt nicht bekannt.

Variable Schriftarten

Mit Photoshop CC 2018 wird auch ein neuer Typ von Schriftarten eingeführt: variable Fonts. Dabei handelt es sich um Opentype-Schriftarten, die sich der Benutzer ganz individuell zurechtbiegen kann. Man findet sie in der Schriftartenliste, eine Suche nach »variable« listet sie gezielt auf. Ein kleines Symbol hinter dem Schriftnamen zeigt diese Besonderheit an.

Auflistung der variablen Schriftarten. Das kleine Symbol zeigt an, dass es sich um diesen speziellen Typ handelt.

 

Bei variablen Schriftarten kann man Einfluss auf den Schriftschnitt nehmen. Ist eine Fettschrift nicht fett genug, macht man sie fetter. Ist der Kursivschnitt nicht schräg genug, macht man ihn schräger.

Über drei neue Regler im Eigenschaften-Bedienfeld kann man quasi eigene Schriftschnitte erzeugen.

 

Kugelpanoramen bearbeiten

Die virtuelle Realität steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Sie könnte aber Fotografen und Videografen bald schon ein interessantes neues Geschäftsfeld eröffnen. Wer sich schon einmal eine VR-Brille aufgesetzt hat und damit an verschiedene Orte der Welt »gereist« ist, kann das große Potenzial erahnen.

Was sind Kugelpanoramen?

Bei Kugelpanoramen handelt es sich verkürzt ausgedrückt um spezielle 360°-Fotos, die so zurechtgebogen worden sind, dass sich der Betrachter die komplette Umgebung ansehen kann, also auch den Boden und den Himmel. Für das unverzerrte Betrachten benötigt man eine spezielle Viewer-Software oder eben eine VR-Brille.

Das Erstellen von Kugelpanoramen war lange Zeit relativ mühsam, denn man benötigte dafür eine Panorama-Ausrüstung (Stativ, Fisheye-Objektiv, Nodalpunktadapter/Panoramakopf usw.) und musste auch noch relativ viel Zeit investieren, um die Fotos in einem speziellen Verfahren mit spezialisierten Tools (z. B. PTGui) zu Kugelpanoramen zusammenzubauen.

Inzwischen gibt es aber bereits kleine Kameras, die auf das Erstellen von Kugelpanoramen spezialisiert sind, zum Beispiel die Samsung Galaxy Gear 360 und die Rico Theta. Deren Auflösungen sind zwar noch begrenzt, dafür sind sie in der Handhabung extrem einfach: Man erstellt Rundumbilder und sogar -videos mit einem einzigen Knopfdruck.

Und wozu benötigt man Photoshop?

Auch Kugelpanoramen müssen oftmals noch bearbeitet werden. Manchmal ist es notwendig, Bildinformationen zu ergänzen, weil das Kamera-Setup nicht in der Lage war, auch den kompletten Boden- und Himmelbereich aufzunehmen. Diesen Vorgang nennt man auch Nadir- und Zenitretusche.

Selbst bei den komplett fertigen Kugelpanoramen der spezialisierten Kameras muss man in der Regel retuschieren, da die Beine des Stativs meistens noch zu sehen sind. Manchmal ergeben sich beim Zusammenfügen der Teilbilder durch die Kamera selbst auch unschöne Schnittkanten.

Nicht zuletzt möchte der eine oder andere VR-Künstler auch die Möglichkeit nutzen (oder anbieten), Kugelpanoramen durch Firmenlogos, Copyright-Zeichen oder sonstige Bildelemente anzureichern.

Kugelpanoramen in Photoshop bearbeiten

Um ein Kugelpanorama zu bearbeiten, öffnet man das Bild einfach in Photoshop und wählt den Befehl 3D → Kugelpanorama → Neue Panorama-Ebene aus ausgewählten Ebenen.

Erstellen einer 3D-Panorama-Ebene

 

Danach rechnet Photoshop ein bisschen und präsentiert das Bild schließlich in der unverzerrten 360°-Ansicht. Mit den 3D-Werkzeugen kann man sich die Umgebung nun aus allen Blickwinkeln ansehen und für die Bearbeitung zurechtschieben.

Die Umgebung kann in Photoshop aus allen Blickwinkeln betrachtet werden. Dazu verwendet man die bereits bekannten 3D-Werkzeuge. Im Eigenschaften-Bedienfeld lässt sich auch noch die Brennweite anpassen, man kann also die Umgebung näher heranholen oder weiter entfernt erscheinen lassen.

 

Für die Bearbeitung der Kugelpanoramen kann man übrigens auf fast alle Photoshop-Werkzeuge zurückgreifen. Standardmäßig wird alles, was man in die Ebene hineinmalt, sofort untrennbar mit der 3D-Ebene verschmolzen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Bildbearbeitung nichtdestruktiv auszuführen. Dazu öffnet man die Map durch einen Doppelklick auf SphericalMap im Ebenen-Bedienfeld.

Hinter der SphericalMap verbirgt sich das eingebettete Originalbild.

 

Nun fügt man oben im Ebenen-Bedienfeld einfach eine leere Ebene hinzu, lässt diese markiert und speichert sowie schließt die Map wieder.

Hinzufügen einer leeren Ebene

 

Zurück im Originaldokument werden nun alle Bearbeitungsschritte innerhalb der SphericalMap nicht mit der Map verschmolzen, sondern mit der neu angelegten leeren Ebene. Erstellen wir beispielsweise einen Text und verschmelzen ihn über STRG/Befehl + E mit dem 3D-Bild ...

Wir erstellen einen Text, markieren die Textebene und verschmelzen sie mit dem 3D-Bild über STRG/Befehl + E.

 

Dann sehen wir beim Gang in die SphericalMap, dass der Text gerastert in der leeren Ebene wiederzufinden ist und nicht mit dem Originalbild verschmolzen wurde.

Der Text befindet sich in der leeren Ebene und nicht im Originalbild.

 

Farb- und Luminanzmasken in Camera Raw

Auch im Camera-Raw-Zusatzmodul (sowie Lightroom) gibt es eine neue Funktionalität, nämlich die Bereichsmasken. Diese ermöglichen es, Masken noch genauer zu modellieren, indem man Farb- und Helligkeitsinformationen einfließen lässt. So kann man einstellen, dass die Maske nur in bestimmten Helligkeits- oder Farbbereichen wirksam sein soll.

Einstellungen für die Bereichsmaske

 

Malsymmetrie

Durch diese Neuerung wird es kinderleicht, Zeichnungen symmetrisch zu erstellen. Sie muss aber erst in den Voreinstellungen und hier im Bereich Technologievorschau aktiviert werden.

Die Malsymmetrie aktivieren

 

Danach erscheint bei aktiviertem Pinsel-Werkzeug ein neuer Button in der Optionsleiste, hinter dem sich die Einstellmöglichkeiten für die Symmetrie verbergen. Die Symmetrie-Achse wird über einen Pfad definiert. Es stehen einige voreingestellte Symmetrie-Achsen zur Wahl.

Diese symmetrische Zeichnung basiert auf einer dualen Achse.

 

Man kann aber auch eigene Achsen erstellen, um zum Beispiel individuelle Mandalas zu zeichnen.
Dazu markiert man den Pfad und wählt in den Optionen Ausgewählter Pfad.

Eine symmetrische Zeichnung mit einer eigenen Achse

 

Ein paar kleine JDIs (Just-do-its)

Natürlich gibt es auch wieder einige Detailverbesserungen zu entdecken. So ist es nun zum Beispiel möglich, direkt vom Einstiegsmenü aus Fotos aus Lightroom in Photoshop zu öffnen.

Fotos aus Lightroom können nun über die Startseite direkt in Photoshop geöffnet werden.

 

Kleine animierte Tooltipps helfen dabei, sich daran zu erinnern, wozu die einzelnen Werkzeuge bestimmt sind. Es genügt, den Mauszeiger über das jeweilige Werkzeug zu bewegen.

Der animierte Tooltipp erscheint, wenn man mit der Maus über ein Werkzeug fährt.

 

Benötigt man diese Hilfe nicht, kann man sie in den Voreinstellungen deaktivieren. Dazu entfernt man das Häkchen bei Rich-Text-Quickinfos verwenden im Bereich Werkzeuge.

Deaktivierung der animierten Tooltipps

 

Neu ist auch, dass man nun Ebenen und Ebenengruppen komplett, also mitsamt ihren Eigenschaften im Dokument und zwischen Dokumenten kopieren und einfügen kann. Bislang wurde immer nur eine gerasterte Version über die Zwischenablage transportiert und dann als komplett neue Ebene eingefügt. Diese Möglichkeit gibt es auch immer noch, wenn zuvor eine Auswahl getroffen wurde.

Auch beim Kopieren und Einfügen von Texten gibt es eine Ergänzung. Diese können nun auch ohne Formatierung in andere Texte eingefügt werden. Dazu wählt man den Befehl Bearbeiten → Einfügen spezial → Ohne Formatierung einfügen.

Fazit

Die neue Photoshop-Version CC 2018 bietet vor allem kleine, aber durchaus interessante Neuerungen. Von der übersichtlicheren Pinselverwaltung profitieren sicher alle Anwender. Und wer bereits mit Kugelpanoramen arbeitet, freut sich sicher über die neue Bearbeitungsmöglichkeit in Photoshop. Ansonsten scheint Adobe mit dieser Version vor allem Augenmerk darauf gerichtet zu haben, dass Neueinsteiger sich schneller/besser zurechtfinden. Welche der Neuerungen das Arbeiten in der Praxis tatsächlich verbessern, kann im Endeffekt nur jeder für sich selbst beurteilen.

Ich persönlich finde es schade, dass das Bedienfeld Letzte Dateien nun scheinbar endgültig aus den Erweiterungen verschwunden ist. Dabei hatte sich dieses in der Praxis als extrem hilfreich erwiesen. Zwar kann man die zuletzt geöffneten Dateien auch im Arbeitsbereich Einstieg mit ihren Vorschaubildern sehen. Arbeitet man aber gerade an einer Datei, bringt das nichts. Also muss man nun wieder wie in früheren Photoshop-Versionen raten, welche Gestaltung sich hinter welchem Dateinamen im Menü Datei → Letzte Dateien öffnen befindet.

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