Adobe InDesign Version 2023 (18.0) – welche Neuerungen bietet das Update?

von Klaas Posselt

Adobe InDesign Version 2023 (18.0) – welche Neuerungen bietet das Update?

Eine neue Version von Adobe InDesign wurde auf der Adobe MAX 2022 vorgestellt. In diesem Artikel erläutern wir, welche neuen Funktionen und Features Ihnen in dieser kredenzt werden und wie Sie sie einsetzen können.

Der Splash-Screen von InDesign 2023 wurde von Julia Schimautz aus Berlin gestaltet.

 

Die neue Version wird in der Creative Cloud Desktop-App zur Installation angeboten, und daher wie immer vorab ein wichtiger Hinweis: Löschen Sie bei der Installation niemals die alte Version! Arbeiten Sie erst einmal mit Ihrer bewährten Version weiter und warten Sie lieber ab, ob die neue Version Ihnen auch wirklich Vorteile bringt oder ob sich vielleicht Bugs oder ungewünschte Änderungen eingeschlichen haben. Sollte sich die neue Version dann irgendwann als stabil und produktivitätssteigernd herausstellen, können Sie den Umstieg immer noch vollziehen.

Achten Sie darauf, vor der Installation das Häkchen bei Frühere Versionen entfernen zu entfernen, damit Sie mit der älteren InDesign-Version weiterarbeiten können.

 

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Systemvoraussetzungen

Version 18.0 kann ab macOS 10.15 (Catalina) sowie ab Windows 10 (20H2) eingesetzt werden. Voraussetzung ist zudem, dass das Betriebssystem 64-Bit-basiert ist. macOS 13 (Ventura) wird offiziell noch nicht unterstützt, wird aber auch erst erscheinen.

Neue Dateiformate beim Import

Immer mehr Fotos werden mit Smartphones aufgenommen und liegen dann nicht in den altbewährten Dateiformaten wie JPEG oder PNG vor, sondern in neuen Dateiformaten. Um diese in das InDesign-Layout zu bringen, war bislang immer ein zusätzlicher Konvertierungsschritt erforderlich. Ab sofort erkennt InDesign aber die Dateiformate HEIF, HEIC, WEBP sowie JP2K, wodurch beim Import ein bisschen Zeit eingespart werden kann.

Die Liste der importfähigen Grafikdateien ist noch einmal ein bisschen länger geworden.

 

Copy & Paste aus Illustrator

Das Kopieren und Einfügen von Illustrator-Grafiken in InDesign-Dokumente war bislang noch nicht so richtig ausgereift. Nachdem zuletzt bereits das Kopieren zwischen Illustrator und Photoshop deutlich komfortabler wurde, hat sich das Entwicklerteam nun auch das Zusammenspiel zwischen Illustrator und InDesign angesehen und verbessert. Damit diese Neuerung greift, wird allerdings zwingend Illustrator 2023 benötigt.

Kopieren aus Webseiten

Als Bonus kann mithilfe dieser neu eingeführten Technik auch Content von Webseiten komfortabler in InDesign-Dokumente eingefügt werden.

Ein Anwendungsfall ist zum Beispiel, dass man in Illustrator erzeugte Texte nach InDesign kopieren möchte. Dazu markiert man diese und drückt Strg/Befehl + C.

Der markierte Text soll zum Einfügen direkt nach InDesign kopiert werden.

 

Wird der Text nun mit Strg/Befehl + V in das InDesign-Dokument eingefügt, erhält der Textrahmen unten links ein kleines T-Symbol . Klickt man auf dieses, kann man auswählen, ob der Text mit oder ohne Formatierungen eingefügt werden soll.

Man kann auswählen, ob der Text formatiert oder unformatiert eingefügt werden soll.

 

In unserem Beispiel werden die in Illustrator getroffenen Formatierungen ohne Probleme übernommen.

Die in Illustrator angelegten Formate werden übernommen.

 

Das Ganze funktioniert auch mit schwierigeren Textkonstruktionen und wenn man den Text nicht als eigenständigen Rahmen sondern innerhalb eines bestehenden Texts einfügen möchte.

Der zweite zu kopierende Text sieht nach einer größeren Herausforderung aus und verwendet auch einen Schrägstell-Effekt, der in Illustrator, nicht jedoch in InDesign eingestellt werden kann.

 

Zurück in InDesign wird der Text zunächst standardmäßig ohne Formatierung eingefügt, jedoch wird auch wieder die Möglichkeit angeboten, die in Illustrator gemachten Formatierungen herzustellen.

Der Text wird zunächst ganz normal unformatiert eingefügt.

 

Wendet man die Formate an, werden alle erkannten und in InDesign zur Verfügung stehenden Formate übernommen, nicht jedoch die Illustrator-eigenen Formate.

Passt soweit – bis auf den Illustrator-eigenen Effekt.

 

Das standardmäßige Verhalten beim Einfügen kann über die Voreinstellungen angepasst werden, und zwar im Abschnitt Zwischenablageoptionen. Dort gibt es einen neuen Bereich, in dem das Verhalten beim Einfügen von Text und Tabellen aus anderen Anwendungen, also nicht nur Illustrator, umgestellt werden kann.

Über die Voreinstellungen kann das standardmäßige Procedere beim Einfügen angepasst werden.

 

Seiten duplizieren

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber dennoch eine willkommene Verbesserung. Ab sofort werden Seiten, die über das Bedienfeldmenü mit dem Befehl Druckbogen duplizieren dupliziert werden, nicht mehr an das Ende des Dokuments gestellt, sondern direkt nach der aktuell markierten Seite eingefügt. Andere Duplikationstechniken können aber auch weiterhin verwendet werden.

Ab sofort werden duplizierte Seiten bzw. doppelseitige Montagebögen direkt nach der markierten Seite eingefügt.

 

Skripting

Diese Neuerung betrifft vor allem fortgeschrittene InDesign-Anwender, die selbst Skripte erstellen oder viel mit Skripten arbeiten. Ab sofort unterstützt InDesign auch ein »modernes« JavaScript, nämlich UXP (User Experience Platform), wodurch eine reibungslosere Integration und eine komfortablere Installation möglich werden. Die älteren JSX-Skripte laufen aber nach wie vor.

Ein paar erste Beispiele können im Skripte-Bedienfeld und hier im Ordner UXPScript angesehen werden.

Die neuen Beispiel-Skripte wurden in direkter Nachbarschaft zu den alten Skripten integriert.

 

Listen

Bei der Listen-Funktion wurde nun das Verhalten der Einzüge ein wenig verbessert.

Unser Beispieldokument enthält eine Liste, die um ein Bild herumfließt, genau genommen von diesem Bild verdrängt wird.

 

Bislang konnte es vorkommen, dass eine Veränderung des Umflusses zu unschönen Listen führte und Korrekturen an den Formaten notwendig machte.

Wird das Bild auf die andere Seite verschoben, sieht es schon nicht mehr so schön aus ...

 

Dieses Problem kann ab sofort umgangen werden, indem man in den Voreinstellungen im Bereich Satz das Häkchen bei Beachten Sie Texteinzüge zusätzlich zu Textumfluss setzt.

Dieses neue kleine Häkchen ist ein echter Problemlöser.

 

Danach sollten derartige Probleme bei den Einzügen nicht mehr auftreten.

In diesem Fall hat sich das Setzen des Häkchens bereits positiv ausgewirkt.

 

Kompatibilität beachten

Diese Funktion ist leider nicht abwärtskompatibel. Wenn Sie also diese Funktion verwenden und im Team mit anderen Designern arbeiten, stellen Sie sicher, dass alle mit dieser neuen InDesign-Version arbeiten, da es bei älteren Versionen zu Problemen mit dem Dokument kommen kann.

Alternativtext

An barrierefreie Dokumente wird die Anforderung gestellt, dass alle integrierten Bilder mit einem Alternativtext versehen werden. Diesen Text können sich dann zum Beispiel Leser, welche die Bilder aufgrund eines eingeschränkten Sehvermögens nicht richtig wahrnehmen können, stattdessen vorlesen lassen. Sie erhalten somit alternativ eine textliche Beschreibung des Bildinhalts.

In vielen Workflows wird das Hinzufügen von Metainformationen zu Bildern standardmäßig von Bildredakteuren übernommen. Nur gab es bislang das Problem, dass keine dedizierten Eingabefelder für Alternativtexte vorhanden waren und die Informationen dann in andere Felder »hineingemogelt« werden mussten. Ab sofort können nun aber sowohl in Photoshop als auch in InDesign zusätzliche Felder für barrierefreie Texte genutzt und somit auch automatisiert ausgelesen werden.

Zum Zwecke der Barrierefreiheit angelegte Texte können nun gezielt im Dialog Objekt → Objektexportoptionen ausgelesen werden. Auch hier gilt es jedoch zu beachten, dass es keine Abwärtskompatibilität gibt, für das Funktionieren also die neuesten Programmversionen benötigt werden.

 

Dateivorschau

Ab sofort kann beim Speichern ein Vorschaubild integriert werden. Dieses wird dann im Explorer bzw. Finder ganz ohne Plug-ins angezeigt, wodurch das Identifizieren der Datei leichterfallen sollte.

Damit es funktioniert, muss lediglich im Speichern-Dialog das entsprechende Häkchen gesetzt werden.

 

In den Voreinstellungen und hier im Bereich Dateihandhabung kann dann u. a. auch noch die Größe des Vorschaubilds definiert werden.

Wie groß das Vorschaubild ausfallen soll, kann in den Voreinstellungen im Bereich Dateihandhabung eingestellt werden.

 

Technologievorschau

Das letzte neue Feature ist leider im Moment nur bei englischsprachigen InDesign-Versionen verfügbar, wird aber sicher in naher Zukunft auch bei deutschsprachigen Versionen Einzug halten. Das Feature nennt sich Style Packs (Stilpakete) und ist eine Art automatische Formatierung.

Erst einmal nur theoretisch verfügbar: Style Packs.

 

Die Grundidee dieser Funktion ist, dass man die Formatierung von Dokumenten schnell ändern und variieren kann, ohne dass man dafür immer wieder aufs Neue viele Formate einzeln anpassen muss.

Fazit

Das neue Update auf Version 2023 kommt diesmal ohne spektakuläre Neuerungen aus. Sie können sich die offizielle Neuerungsliste auch noch einmal auf der Adobe-Website zu Gemüte führen. Dort gibt es auch wie immer eine Liste mit den wichtigsten Bugfixes. Vielleicht wurde ja ein für Sie wichtiges Problem endlich auch behoben.

Möglicherweise könnten sich die vorerst nur bei englischen Versionen verfügbaren Style Packs noch als interessantes Feature herausstellen. Auf dieser (englischsprachigen) Seite erhalten Sie schon einmal einen ersten Einblick

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