So geht's: mehrere Objekte in InDesign gemeinsam automatisch anpassen

von Klaas Posselt

So geht's: mehrere Objekte in InDesign gemeinsam automatisch anpassen

Manche Aufgaben klingen einfach, sind aber nicht so ohne Weiteres in InDesign zu erledigen. So können Textrahmen und Objekte »out of the box« nur getrennt voneinander angepasst werden. Es gibt aber ein nützliches Plug-in, welches das gemeinsame Anpassen möglich macht. Klaas Posselt stellt es in seinem Video vor und zeigt, wie man es in der Praxis einsetzt.

Problembeschreibung

Hat man mehrere Layout-Elemente, die in der Größe und Position aufeinander abgestimmt sein sollen, dann muss man im Fall eine Größenänderung eines Elements die anderen Elemente manuell an die neue Größe anpassen – ein Vorgang, der Zeit kostet und zudem die Gefahr beinhaltet, dass sich kleine Ungenauigkeiten einschleichen. Auch Gruppieren schafft keine wirkliche Abhilfe.

Der Textrahmen ist gewachsen, aber leider nicht die Spaltenlinien mit ihm.

 

Dank eines kostenlosen Plug-ins kann man aber einstellen, dass sich die anderen Elemente automatisch bei Größenänderungen anpassen.

Die Spaltenlinien haben sich ebenfalls verlängert.

 

Einbindung des Plug-ins in InDesign

Das Plug-in mit dem Namen »Typify Autofit« kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Nach der Installation integriert es sich in das Fenster-Menü.

Das Plug-in AutoFit ist verfügbar.

 

Nutzung des Plug-ins

Zunächst kann man einstellen, dass sich der Textrahmen automatisch anpasst, wenn die Textmenge den zur Verfügung stehenden Platz sprengen sollte.

In diesem Fall wird eingestellt, dass sich der Textrahmen nach unten in der Höhe ausdehnen darf.

 

Diese Möglichkeit böte aber auch InDesign, siehe unten.

In der Werkzeugleiste hat sich ein neues Werkzeug integriert, das AutoFit-Werkzeug . Über dieses synchronisiert man sozusagen mehrere Elemente. Dazu aktiviert man es und klickt dann auf die entsprechenden Rahmenanfasser.

Werkzeug aktivieren und Rahmenanfasser anklicken

 

Sobald sich der Cursor dem Anfasser nähert, ändert sich auch der Cursor.

Der Cursor ändert sich und zeigt die mögliche Änderungsrichtung an.

 

Die Icons zeigen die Stoßrichtung der Veränderung (Layout-Ansicht).

 

Es funktioniert: Die Elemente ändern sich zugleich.

 

Ein weiterer Anwendungsfall

Im nachfolgenden Beispiel sollen sich die Elemente wieder an der Höhe des Textrahmens orientieren, bei einer Größenänderung jedoch nicht die Größe, sondern die Position ändern.

Das untere Dreieck soll bei einer Größenänderung »mitwandern«.

 

Zunächst müssen die jeweiligen Elemente wieder miteinander »verheiratet« werden. Dazu benutzt man wie oben beschrieben das AutoFit-Werkzeug .

Die Rahmen wurden synchronisiert.

 

Allerdings reicht dies noch nicht aus, um den gewünschten Effekt zu erhalten.

Bei einer Vergrößerung des Textrahmens verändert sich leider auch die Größe des unteren Elements.

 

Um zu verhindern, dass sich die Größe des Elements unerwünscht verändert, kann man diese über das AutoFit-Bedienfeld festsetzen.

Für das untere Element wird die Höhe auf 10 mm festgesetzt. Es ist auch möglich, einen Spielraum einzugeben. Dazu definiert man einfach unterschiedliche Werte bei der minimalen und der maximalen Höhe.

 

Im Ergebnis erhalten wir das gewünschte Verhalten: Das untere Element behält seine Größe und wandert nach unten.

So soll es sein: Das untere Element behält seine Größe und passt sich in der Position an.

 

Textrahmen automatisch an Textmenge anpassen – mit Bordmitteln

Damit sich ein Textrahmen automatisch an die Höhe bzw. die Breite des eingegebenen Textes anpasst, Übersatztext also nicht verschwindet, öffnet man einfach über das Kontextmenü die Textrahmenoptionen und stellt dort im Abschnitt Automatische Größenerkennung die gewünschte Ausdehnungsrichtung ein.

Einstellung in den Textrahmenoptionen

 

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