Wie man in InDesign Hilfslinienlayouts speichert und dokumentübergreifend nutzt

von Rudi Warttmann

Wie man in InDesign Hilfslinienlayouts speichert und dokumentübergreifend nutzt

Leserfrage: Ich verwende in verschiedenen Dokumenten immer wieder dieselben Hilfslinien, genau gesagt ungefähr 20 Hilfslinien an immer derselben Position. Diese Hilfslinien jedes Mal neu zu erstellen, ist ziemlich mühsam. Gibt es da eine geschicktere Methode?

Antwort: Ja, dafür gibt es einige Arbeitstechniken, die Ihnen zur Verfügung stehen und die wir nachfolgend gerne erläutern.

Um Hilfslinien überhaupt markieren und verschieben zu können, müssen Sie sie zunächst entsperren. Wählen Sie hierzu Ansicht → Raster und Hilfslinien und klicken Sie auf den Eintrag Hilfslinien sperren, sodass kein Häkchen mehr links daneben steht.

Hilfslinien sperren

 

Methode 1

Sie können Hilfslinien wie alle anderen Objekte markieren, mit gedrückter Umschalt-Taste mehrere gleichzeitig, und diese mit Bearbeiten → Kopieren und anschließendem Bearbeiten → An Originalposition einfügen standgenau auf eine andere Seite im Dokument oder in ein anderes Dokument übertragen.

Sehr geschickt ist es, wenn Sie die Hilfslinien auf extra dafür angelegte Ebenen positionieren.

Durch das Verteilen auf eigene Ebenen können Sie geschickt mehrere Hilfsliniensätze verwalten.

 

Dadurch können Sie auf mehreren Ebenen mehrere Hilfslinienlayouts anlegen und diese auch jederzeit gezielt sperren sowie ein- und ausblenden.

Zur weiteren Differenzierung können Sie markierten Hilfslinien über den Befehl Layout → Hilfslinien noch verschiedene Farben zuweisen.

Die neue Hilfslinienfarbe wird nur den aktuell angewählten Hilfslinien und allen neu erstellten Hilfslinien zugewiesen.

 

Die Hilfslinienfarbe Grün ist deswegen geschickt, weil markierte Hilfslinien die Farbe Rot erhalten.

 

Methode 2

Sie speichern ein fertiges Hilfslinienlayout separat ab, um es jederzeit auch in anderen InDesign-Dateien verwenden zu können. Gehen Sie wie folgt vor:

1. Erstellen Sie über Datei → Neu → Bibliothek eine neue InDesign-Bibliothek.

2. Erstellen Sie ein fertiges Hilfslinienlayout.

So könnte ein fertiges Hilfslinienlayout für aussehen.

 

3. Markieren Sie alle Hilfslinien und wählen Sie dann aus dem Bedienfeldmenü Ihres Bibliothek-Bedienfelds den Eintrag Objekt hinzufügen.

Sobald ein designiertes Bibliothekselement Hilfslinien enthält, geht Drag-and-Drop nicht mehr.

 

4. Doppelklicken Sie auf das neue Bibliothekselement und benennen Sie es.

Wie jedes andere Bibliothekselement können Sie auch das Hilfslinienlayout sinnfällig benennen.

 

5. Nun können Sie auf jeder anderen Seite das Hilfslinienlayout einfügen, indem Sie es im Bibliothek-Bedienfeld markieren und aus dem Bedienfeldmenü Objekt(e) platzieren wählen.

Methode 3

Sie erstellen ebenfalls ein fertiges Hilfslinienlayout und markieren alle enthaltenen Hilfslinien. Diese exportieren Sie als sogenanntes InDesign-Snippet, also einen »Schnipsel«, d. h. kleinen Ausschnitt aus Ihrer InDesign- Datei.

Wählen Sie dazu Datei → Exportieren und als Dateityp InDesign-Snippet.

Dieses Snippet können Sie nun auf jeder anderen Seite oder jedem anderen Dokument über Datei → Platzieren hereinladen. Damit es auch standrichtig eingefügt wird, müssen Sie vorher noch unter Bearbeiten → Voreinstellungen → Dateihandhabung im Bereich Snippet-Import aus der Liste Position den Eintrag Ursprüngliche Position auswählen.

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