Gewusst wie in Photoshop: So gestalten Sie eine edle Blässe in Porträts

von Dirk Metzmacher

Gewusst wie in Photoshop: So gestalten Sie eine edle Blässe in Porträts

Sie haben das Model perfekt fotografiert und möchten nun einen ganz besonderen Bildlook umsetzen. Photoshop bietet uns dazu unendliche Optionen an. Ein Weg ist es, die Haut des Models sehr weich und fast weiß umzusetzen. Eine edle Porzellanhaut, die wir aus zahlreichen professionellen Aufnahmen kennen. Wenige Schritte sind dazu nötig, wie hier zu sehen.

Wie sich die Zeiten (und Geschmäcker) doch immer wieder ändern. War früher ein braungebrannter Typ gefragt, so sieht man heute in professionellen Porträtarbeiten immer häufiger eine edle Blässe.

Schritt 1: Ebenen vorbereiten

Öffnen Sie ein Porträt mit einem Model vor dunklem Hintergrund. Dieser muss nicht zwingend Schwarz sein, ein heller oder gar rein weißer Hintergrund würde sich aber mit der edlen Blässe, die wir umsetzen werden, stechen. Die Hintergrundebene wird einmal kopiert, etwa über das Menü und Ebene → Neu → Ebene durch Kopieren oder das Tastenkürzel Strg+J.

Stellen Sie die Füllmethode (auch Mischmodus genannt) der Ebene von »Normal« auf »Negativ multiplizieren« um. Ein Mischmodus bestimmt, wie die Inhalte der Ebene mit den darunter liegenden Inhalten verrechnet werden. So simuliert etwa »Negativ multiplizieren« das Übereinanderprojizieren mehrerer Dias, wodurch helle Bereiche noch heller werden. Schwarz hingegen bleibt unverändert.

Legen Sie ein Duplikat der Ebene mit der Füllmethode »Negativ multiplizieren« an.

Schritt 2: Schwarzweiß

Wir wollen die Blässe noch verfeinern.

Gehen Sie dazu auf Bild → Korrekturen → Schwarzweiß und klicken Sie den Button Automatisch an. Photoshop versucht ein ausgewogenes Ergebnis umzusetzen, das noch von Hand optimiert werden kann. Klicken Sie dazu in den Bereich, den Sie anpassen möchten, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie den Zeiger zur rechten oder linken Seite hin.

Je nach Farbbereich, der sich unterhalb des Mauszeigers befand, bewegt sich im Dialog-Fenster der entsprechende Regler mit. Unser Ziel ist es, die Haut heller, aber nicht überstrahlt wirken zu lassen.

Wählen Sie den Befehl Schwarzweiß aus dem Korrekturen-Menü mit folgenden Einstellungen.

So sieht das Zwischenergebnis aus.

Das Zwischenergebnis nach Zuweisen der Schwarzweiß-Einstellungen.

Schritt 3: Tiefen/Lichter

Dabei hilft auch Bild → Korrekturen → Tiefen/Lichter. Stellen Sie alle Regler auf »0« zurück und verstärken Sie die Regler unter Lichter. Hier habe ich die Stärke auf »60%«, den Ton auf »100%« und den Radius auf »145 Px« eingestellt.

Alle Werte in Photoshop hängen aber immer stark vom verwendeten Bildmaterial ab. Achten Sie deshalb darauf, mit den Lichtern die Strukturen der Haut etwas mehr heraus zu stellen.

Passen Sie auch die Tiefen und Lichter entsprechend an.

Schritt 4: Maskenarbeit

Noch wird das Dokument komplett aufgehellt, was wir in diesem Schritt ändern werden. Gehen Sie dazu im Menü auf Ebene → Ebenenmaske → Alle ausblenden oder im Ebenenbedienfeld unten auf den Button Ebenenmaske erstellen bei gedrückter Alt-Taste (auch so wird die Maske mit Schwarz gefüllt). Schwarz bedeutet innerhalb einer Maske eine Sichtbarkeit von 0%, Weiß eine Sichtbarkeit von 100%.

Aktivieren Sie das Pinsel-Werkzeug aus der Werkzeugleiste, stellen Sie die Vordergrundfarbe auf Weiß (durch Anklicken des entsprechenden Farbfeldes und der anschließenden Auswahl im Farbwähler) ein und malen Sie mit einer großen und sehr weichen Pinselvorgabe über die Haut. Über die rechte Maustaste können Sie jederzeit die Größe der Werkzeugspitze anpassen.

Nachdem Sie die Blässe quasi zurückgemalt haben, sieht unser Ergebnis so aus.

Noch ein kleiner Profi-Tipp: Wird die Maske im Ebenenbedienfeld bei gedrückter Alt-Taste angeklickt, so kann diese direkt im Dokument überprüft und auch verbessert werden. Ein weiterer Klick mit gedrückter Alt-Taste zeigt dann wieder den Inhalt der Ebene an.

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