Adobe Illustrator

Was kann Illustrator im Web und wann nützt das?

Neben allem Wirbel um die KI-Funktionen ging bei der Design-Präsentation auf der MAX ein Detail vollkommen unter: Illustrator ist jetzt auch im Web verfügbar. Und das nicht nur zum Download, das wäre ja nichts Neues, sondern als webbasierte Applikation, die man direkt im Browser benutzen kann. Und es gibt darin ein kleines, überraschendes Goldstück einer Funktion.

Falls Sie sich nun aber schon gefreut haben, weil es dann ja auch auf einem Android-Tablet oder einem Chromebook laufen könnte: Leider sind gleichzeitig die Anforderungen an das System und die Hardware so hoch, dass das Ganze die Nutzerbasis nicht erweitert. Sehen wir uns also an, was es kann, wie es mit Ihren vorhandenen Dateien umgeht und in welchen (seltenen) Fällen Sie es vielleicht gebrauchen können.

Anforderungen

Illustrator/Web läuft auf den Browsern Google Chrome und Microsoft Edge ab Version 109 auf macOS ab 10.15.7 bzw. Windows ab 10. Der Computer sollte mindestens 4 GB (empfohlen werden allerdings 8 GB) RAM und eine Bildschirmauflösung von 1360 × 768 (empfohlen 1920 × 1080) Pixeln sowie 4 GB freien Festplattenplatz besitzen. Das Programm steht derzeit nur auf Englisch zur Verfügung.

Unter dieser URL rufen Sie Illustrator auf: https://creativecloud.adobe.com/cc/illustrator.

Die Oberfläche

Auch in der Web-Version gibt es einen Home-Bildschirm, in dem Sie auf Ihre Cloud-Dateien zugreifen (mehr dazu später) und neue Dateien anlegen können.

Die eigentliche Programmoberfläche unterscheidet sich dann erheblich von der der Desktopversion – sogar vom Touch-Interface. Diese Oberfläche kommt Ihnen jedoch sicher bekannt vor, wenn Sie bereits die iPad-Version verwenden, denn an diesem Benutzungskonzept orientiert sie sich. Es gibt kein Hauptmenü, lediglich eine Navigationsleiste – die aus dem Menü bekannten Funktionen wurden mit Bedienfeldern zur Taskleiste kombiniert und sind an den rechten Bildschirmrand ausgelagert. Am linken Rand befindet sich die Symbolleiste mit den bekannten Werkzeugen. Darin integriert ist auch die Möglichkeit, Bilder zu platzieren. Direkt an aktivierten Objekten befindet sich dann noch ein Kontextmenü-Widget [Abb. 1].

Abb. 1: Die Programmoberfläche mit Symbolleiste (links), Navigationsleiste (oben), Taskleiste (rechts) und dem Kontextmenü-Widget (am Objekt)

 

Die verwendeten Werkzeug- und Bedienfeldsymbole entsprechen denen in der Desktopversion. Das vereinfacht die Orientierung. An einigen Stellen unterscheiden sich jedoch die konkreten Abläufe.

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